SwissSign wird Joint Venture von Post und SBB

24.03.2017

Einheitliche digitale Identität für die Schweiz

Die Schweizerische Post und die SBB planen ab Herbst 2017, über ein Joint Venture eine einheitliche digitale Identität für Privatpersonen, Unternehmen und Behörden in der Schweiz anzubieten. Die Beteiligung der SBB an der Posttochter SwissSign AG erhielt kürzlich grünes Licht von der Wettbewerbskommission (WEKO) und der EU-Kommission. 

Mit dem positiven Entscheid für die Bildung dieses Joint Ventures haben die Post und die SBB einen wichtigen Meilenstein erreicht. Somit kann SwissSign AG das Angebot zeitnah interessierten Behörden und Unternehmen zur Verfügung stellen und dadurch den digitalen Wirtschaftsstandort Schweiz weiter stärken. Das jetzige Geschäft der SwissSign AG als Certificate Service Provider bleibt weiterhin uneingeschränkt bestehen und wird mit dem der neuen digitalen Identität ergänzt.

Wer heute online Produkte und Dienstleistungen beziehen will, registriert sich auf dem Portal eines Anbieters, gibt seine Koordinaten an und wählt einen Benutzernamen sowie ein Passwort. Viele Anwender müssen diesen Vorgang bei einer Vielzahl von Online-Diensten wiederholen; Sie verlieren dabei zunehmend die Übersicht über ihre Daten und setzen sich teilweise unnötigen Sicherheitsrisiken aus. Post und SBB werden deshalb im Herbst 2017 eine standardisierte digitale Identität (schweizerische E-ID) lancieren. Mit dieser können Anwender künftig über ein einziges sicheres Login auf verschiedene Online-Dienste zugreifen. Behörden und Unternehmen profitieren von der qualitativ verbesserten Identität und können so ihre Online-Angebote sicherer ausbauen sowie effizienter gestalten. Oberstes Gebot ist die vollumfängliche Konformität mit den geltenden Datenschutzbestimmungen (vgl. Medienmitteilung der Post vom 16. Dezember 2016).

 

Grünes Licht für Joint Venture

Die Entwicklung und Vermarktung der einheitlichen digitalen Identität wird über ein Joint Venture – die SwissSign AG – erfolgen, an dem Post und SBB zu je 50% am Aktienkapital beteiligt sein werden. Sowohl die schweizerische als auch die europäischen Wettbewerbsbehörden haben der Bildung des Joint Ventures zugestimmt.

Mit dem positiven Entscheid der Behörden ist der Weg für beide Partner frei, das Angebot zeitnah zu entwickeln und an der geplanten Lancierung im Herbst 2017 festzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt soll die digitale Identität bereits ersten Post-Portal-Kunden zur Verfügung stehen. Ab 2018 sollen SwissPass-Kunden folgen. Interessierten Behörden und Unternehmen steht das Angebot ebenfalls bereits per Herbst 2017 offen. 

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